SOLOPROGRAMME

Die nachfolgende Liste repräsentiert eine Auswahl thematisch angelegter Programme. Daneben sind weitere Soloprogramme verfügbar, die einzelne musikalische Exponenten der Zeit detailliert vorstellen. Sollten Sie etwas Besonderes planen, können individuelle Konzepte für Ihre Veranstaltung erstellt werden. Bitte beachten Sie auch die Museumsprogramme.

Das Lied der Gesellschaft

CD-Cover "Das Lied der Gesellschaft"

Eine Musik-Text-Collage mit Schlagerchansons von 1915-1935

 

Es sind Schlager wie "In der Bar zum Krokodil“, "Was machst du mit dem Knie, lieber Hans“ oder "Amalie geht mit mit'm Gummikavalier“, die fast jeder heute noch kennt und die zum Mitsummen einladen. Diese Schlager und andere Chansons waren auf Operettenbühnen, in Bars und auf den Tanzböden zu hören und erfreuten unzählige Menschen mit einem unbeschreiblichen Facettenreichtum an Musik.

 

Vom Foxtrott über den Slow-Fox, vom Walzer bis hin zum Paso doble ist eine Titelauswahl entstanden, die neben bekannten Schlagern/Chansons auch unbekannte vorstellt. Rudolf Nelson und Mischa Spoliansky ebenso wie Alfred Grünwald und Oscar Straus sind heute noch bekannt, aber wem sagen die Namen Ruth Feiner, Henry Love, Hermann Leopoldi oder Beda noch etwas? Gerade mit den unbekannten Namen möchte ich Neugier auf Vergessenes wecken, denn wir kennen nur einen Bruchteil der unzähligen Melodien, seien es die Chansons der Kleinkunstbühnen, der Kabaretts und der Tingel-Tangel, seien es die Operetten, die Revuen, die Schlager oder die Filmschlager. Sie alle wurden von Komponisten und Librettisten geschrieben, die Berlin und Wien, die beiden deutschsprachigen Metropolen, in den Jahrzehnten vor dem Aufkommen der Nationalsozialisten zu zentralen Orten der Unterhaltung  machten, bis 1933 die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht kamen und 1938 der Anschluss Österreichs an Deutschland vollzogen wurde.

Das Bühnenprogramm >>> zur gleichnamigen CD

Ja, ja am Strande oder Herr Lehmann hat die Lu gezwickt

Foto Badegesellschaft um 1900 zu "Ja, ja am Strande"

Sommerfrische (Bade)Chansons und Texte ab 1900

 

Möchten Sie gerne wissen, wo Herr Lehmann die Lu gezwickt hat? Vielleicht an der Ostsee, in einem Massenstrandbad oder unterm Wasser? Auf jeden Fall liegt es sich herrlich entspannend in der Sonne und gegen einen Sonnenstich gibt es die besten Ratschläge aus dem Jahre 1910. Am Strand lernen Sie Amalie und Ihren Gummikavalier kennen, erfahren einiges über Damen- und Familienbäder – oder interessiert Sie die "Zwickelverordnung" ? Aber auch die Beseitigung von Sommersprossen soll nicht unbeachtet bleiben. Ratschläge, Benimmregeln und Chansons aus den "Goldenen Zwanzigern" sorgen für eine gute Abkühlung an heißen Tagen – und vielleicht sehen Sie sogar das Fräulein Helen mit den schönen Waden?

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In der Bar zum Krokodil

Grafik Elegantes Paar am Abend zu "In der Bar zum Krokodil"

Nicht nur der Berliner liebte schon immer das Vergnügen – sei es im "Haus Vaterland", im "Wintergarten", in den vielen Kabaretts und Varietés, die in den 20er Jahren wie Pilze aus den Boden schossen. Fiktiv ist dagegen die Bar zum Krokodil, aber sie hätte durchaus existieren können mit all ihren illustren Gästen, die ich Ihnen vorstellen möchte. Sie sind in allerbester Gesellschaft mit dem Herrn vom 5-Uhr-Tee, oder der Dame, die bei einer Zigarette träumt. Versprechen kann ich Ihnen, dass Sie den Jonny, der Geburtstag hat, kennenlernen werden, und bei einem Schwips werden die schönsten Versprechungen den Damen und Herren in die Ohren geflüstert.

Chansons und Lieder u.a. von den Komponisten Friedrich Hollaender, Mischa Spoliansky, Walter Kollo, Hermann Leopoldi und Hugo Hirsch, mit Texten von Fritz Rotter, Beda, Hermann Frey und Arthur Rebner werden zu hören sein. Eine bunte musikalische Unterhaltung, gewürzt mit Anekdoten und Geschichten, lässt so eine längst vergangene Zeit wieder aufleben.

Licht aus – Messer raus! oder In der Nacht, wenn die Liebe erwacht


Ein romantisch musikalisch-literarischer Spaziergang durch das lasterhaft-dunkle Berlin der 20er Jahre
Bild Berlin bei Nacht zu "Licht aus - Messer raus!"

Warnung vor: Taschendieben, Gentlemen-Einbrechern, Heiratsschwindlern, Spekulanten, mondänen Damen und sogenannten Witwen, den Nachtgespenstern und Herren, die sich bei alleinreisenden Damen besonders empfehlen.

Lokalitäten: Wir besuchen Bars, Spelunken, Cafés, Witwenbällen, zweideutige Lokale und sind vielleicht bei dem einen oder anderen Einbruch als Zeuge zugegen.
Kriminalnachrichten: Aus der „Berliner Illustrirten Zeitung“, der „Berliner Morgenpost“ und anderen Presseerzeugnissen.
Musikalische Begleitung: Komponisten und Textdichter wie Friedrich Hollaender, Rudolf Nelson, Ruth Feiner, Otto Stransky, Mischa Spoliansky und Käthe Hyan spazieren mit uns, und es ist durchaus möglich, dass wir noch auf andere gebetene und ungebetene nächtliche Begleiter stoßen…

Haben Sie Lust, uns auf diesem Spaziergang durch das lasterhaft-dunkle Berlin zu begleiten?

Die Frau im Dunkeln

Originalcover zur Operette "Die Frau im Dunkeln"

Autorinnen und Komponistinnen des Kabaretts
und der Unterhaltung von 1901 bis 1935

 

Wer kennt sie nicht, die großen Komponisten und Texter dieser Zeit? Friedrich Hollaender, Rudolf Nelson, Werner Richard Heymann u.v.a. Aber wem sagen die Namen Eddy Beuth, Henry Love, Hedy Knorr, Ruth Feiner oder Marita Gründgens etwas? 

Ich habe mich im Rahmen einer Forschungsarbeit auf Spurensuche begeben, um Künstlerinnen im Genre Chanson und Unterhaltungskunst aus dem Dunkeln ans Licht zu holen. In meiner Collage mit Liedern, Chansons und Texten stelle ich Ihnen Künstlerinnen vor, die zu Unrecht vergessen wurden. Dazu hierzulande noch nie gehörte, neu- und wiederentdeckte Chansons.
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Ick liebe dir, ick liebe dich oder Das Leben in der Großstadt

Tanzendes Paar von Heinrich Zille

Zilles Berlin in Liedern und Texten

 

"Det scheenste sind de Beenekens" sang Heinrich Zilles Freundin Claire Waldoff  - das Chanson wurde schnell zum Gassenhauer. Zille selbst und seine Illustrationen fanden aber auch sonst in Chansons und Texten ihren musikalisch-literarischen Widerhall. Friedrich Hollaender, Rudolf Nelson, Werner Richard Heymann und Walter Kollo komponierten Musik, Kurt Tucholsky, Hermann Frey und andere schrieben Texte zu seiner Welt: den Kneipen und Destillen, den Hinterhöfen und Mietskasernen, dem Freibad Wannsee, dem Lunapark oder dem Zirkus Busch, den Zille besonders liebte. Aber auch die Opfer des ersten Weltkrieges, die Kokotten oder eine Sängerin des Tingeltangels rücken in den Blick.

Ein musikalisch-literarischer Spaziergang durch Zilles Berlin mit ausgewählten Chansons, authentischen Zille-Zitaten sowie Äußerungen und Texten von Freunden.

Donnerwetter – tadellos oder "... da helfen die Herr’n"

Bild wilhelminischer Soldat zu "Donnerwetter - tadellos!"

Ein musikalisch-literarischer Streifzug durch das wilhelminische Berlin

 

"Da kann kein Kaiser und kein König was bei machen" trällerte Claire Waldoff und die Herren ließen sich einen Bart nach dem Vorbild des Kaisers wachsen. Dafür gab es die vielberüchtigte Kaiser-Bart-Binde. Der Kaiser liebte die Zensur: Frank Wedekind wurde zu Festungshaft verurteilt und Heinrich Zille als „Rinnsteinkünstler“ bezeichnet. Der Polizeipräsident Traugott von Jagow erlies spektakuläre Polizeiverordnungen wie die des Tragens einer ungesicherten Hutnadel und verbot den „Wackeltanz“. Gassenhauer, Anekdoten und kleine Geschichten runden diesen Streifzug durch Berlin ab.

Land des Lächelns oder Es wird schon wieder besser

Plakat "Zerstörte Vielfalt" zu "Land des Lächelns oder Es wird schon wieder besser"

Ungeliebte Künstler im Rampenlicht – Eine multimediale Collage von und mit Evelin Förster 

 

"Es wird schon wieder besser“ beruhigte Dolly Haas in einem Chanson aus dem gleichnamigen Film, der unter der Regie von Kurt Gerron 1932 entstand. "Was nimmt man auf die Flucht mit und wie sieht ein Fluchtkoffer aus, der eine, den man mitnehmen darf“, fragte Friedrich Hollaender, als er 1933 Deutschland verlassen musste. Was passierte mit all diesen Künstlern, die Berlin im ersten Drittel des vergangenen Jahrhunderts zu einer kulturellen Weltstadt machten? So vielfältig die Zerstörung durch das Naziregime war, so vielfältig waren auch die Schicksale: Berufsverbot, Enteignung, Arbeitslager, Deportation, Ermordung, Suizid oder das Leben im Versteck. 

 

In biografischen Skizzen, die mit Fotos ergänzt werden, stellt Evelin Förster einige der heute noch bekannten, aber auch längst vergessene Künstlerinnen und Künstler wieder ins Rampenlicht. Live-Gesang und originale Toneinspielungen, aber auch zeitgenössische Texte und Librettos erinnern an den musikalischen Reichtum der Zeit. 

>>> Detaillierte Infos zur Exilforschung

Olala, Olala! Herrgott ist das Mädel schick

Grafik elegante Dame zu "Olala! Herrgott ist das Mädel schick"

Eine Dame von Chic und Eleganz - was tut sie den ganzen Tag, damit beides beständig bleibt? Sie gönnt sich einen langen Schlaf, trägt die allerneuesten Moden, besucht den Coiffeur und einen Schönheitssalon der Lina Cavaliere, oder auch einen Modetee. Sie gönnt sich im Café Zeitungslektüre - und genießt so das Leben in vollen Zügen! Dazu Ratschläge und Verhaltensweisen von Paula von Reznicek oder aus dem "Goldenen Buch der Sitte", Zeitungsnotizen und viele Chansons aus den 20erund 30er Jahren. 

Die zersägte Dame und andere Kuriositäten

Werbeanzeige Nasenformer zu "Die zersägte Dame"

Einen kleinen Einblick in eine "andere" Welt - von zersägten Damen, leuchtenden Damenstrumpfbändern, Fettzehrwassern und Nasenformern bis hin zu hysterischen Ziegen und Papageien, die keine harten Eier fressen. Dazu die verrücktesten Chansons u.a. von Friedrich Hollaender, Rudolf Nelson, Werbetexte sowie ernstgemeinte Ratschläge zu Kopf- und Zahnschmerzen und anderes mehr.

Benjamin, ich hab nichts anzuziehn oder: Welcher Mann ist für die Frau kleidsam?

Junge Dame mit Hut zu "Benjamin, ich hab nichts anzuziehn"

Eine Modeplauderei mit Chansons und Texten aus den 10er, 20er und 30er Jahren

 

"Was zieh ich heute an…?“ ist wohl eine der meistgestellten Fragen. Denn es ist eine alte Wahrheit: der Schrank ist voll – aber die Dame hat nichts anzuziehn! Soll sie lieber ein kurzes oder langes, rotes oder lila Kleid tragen? Und wie sieht es mit den Hüten aus, groß oder klein? Von der Frisur ganz zu schweigen: lieber einen Knoten im Nacken oder den „Bubikopf“. Überhaupt die ganzen Fragen der Schönheit! Und wie sieht der passende Mann zur Dame aus? Trägt er wieder den Schnurrbart ? 

 

Antwort auf diese Fragen gibt die kleine Modeplauderei mit Chansons, Texten und  Anekdoten der damaligen Zeit umrahmt von den dazu passenden Modefotos.

Sind Sie der Herr vom Fünf-Uhr-Tee?

Appetitanregende Chansons aus den 20er Jahren

 

Zum Brunch oder großen Abendessen: Ein schmackhaftes wie akustisches Mehrgänge-Menü. Nach musikalischer Speisekarte von Entrée bis Nachschlag werden Chansons und zeitgenössische Texte rund um die leiblichen Genüsse mit Witz und Charme serviert. 

Tritt mir bloß nicht auf die Schuh

Foto Friedrich Hollaender zu "Tritt mir bloß nicht auf die Schuh"

Zum 120. Geburtstag von Friedrich Hollaender – Eine Hommage

WIEDERAUFNAHME und NEU BEARBEITET!

 

Er hat uns so wunderbare Lieder und Chansons geschrieben wie "Jonny, wenn du Geburtstag hast“, "Ich bin die fesche Lola“ oder "Kinder, heut‘ abend“. Schlager für Film und Revue, die Evergreens geworden sind. Aber auch "Die Lieder eines armen Mädchens“ sind seiner Feder entsprungen. Zu seinem Geburtstag, der sich am 18. Oktober zum 120. Male jährt, sind Freunde zu einer Geburtstagsfeier eingeladen: Kurt Tucholsky, Rudolf Nelson, Robert Gilbert, Billy Wilder, Blandine Ebinger und auch Marlene Dietrich. Sie alle und einige mehr wollen gratulieren. Zu hören sind bekannte, aber auch unbekannte Lieder, und aus seiner Autobiographie "Von Kopf bis Fuß“ erfahren wir, wie das "Jonny“-Chanson entstanden ist, und dass Hollaender schrecklich eifersüchtig und doch dem weiblichen Geschlecht höchst zugeneigt war.

Zu diesem Programm ist ein >>> Begleitbuch erhältlich.